Almsommer

Der Goiserer Almsommer ist wieder derAlmsommer2024

Almsommer-  Fenster mit BlumenWarum Almsommer
Ganz einfach, weil „Almsommer“ eines der Werke ist, das Sepp Reisenbichler oft und gern spielte. Im Wirtshaus, auf der Wiese oder auch denkbar, daß er es dann und wann auf der Hausbank am Rehkogl erklingen hat lassen. Überliefert ist, daß es sich beim Almsommer um ein Gesamtwerk handelt.
Reisenbichler hat seine Lieder, laut verschiedenen Aussagen, nie aufgeschrieben, er spielte auch nicht nach Noten. Andererseits berichtet Karl Kronfuß im Jahr 1906 in der Zeitung vom „Alpenlied“ (Almlied) und von den „Gelegenheitsdichtungen eines Bauern (Josef Reisenbichler) aus Rehkogl bei Goisern…, hat einen Teil der Gedichte, die er gemacht hat und gewöhnlich zu einer einfachen Melodie singt, aufgeschrieben und zwar in einer köstlichen Rechtschreibung.
Wo und ob es noch Originale der Aufzeichnungen Reisenbichlers gibt, ist mir derzeit (noch) unbekannt. Ich bin aber dran und sehr empfänglich für Informationen (bitte um Kontaktaufnahme!)
Was es heute an dokumentierten Texten und Notationen gibt, stammt zum großen Teil vom einstigen Gemeindesekretär Franz Laimer, der alle damals verfügbaren Werke des „Stehgreif-Dichters Reisenbichler vulgo Wölfl“ gemeinsam mit Friedrich Steidtner in den Jahren 1941 und 1942 niedergeschrieben hat.

Almsommer2024“ stand bis Ende 2022 für ein besonderes Projekt, ursprünglich primär auf den Sepp Reisenbichler ausgerichtet. Wegen der Eigenartigkeiten rund um die Kulturhauptstadt 2024 habe ich das Projekt kurzerhand in „Goiserer Almsommer“ umgetauft. Mit dem eigentlichen Abschluß meines Projektes im Mai 2024 habe ich auch die Publikationen darüber eingestellt. Doch dann…
… erst dann ging es aber richtig los. Dachte ich vorerst, mit dem erreichten Ende des Projektes werde ich wieder mehr Zeit für meine weiteren Interessen haben, wie etwa das Krippenbauen und Figurenschnitzen und natürlich auch für meine Radiosendungen, so führten mich meine Wege mehrmals nach Bayern an den Tegernsee, wo ich immer wieder auf die Spuren des Kiem Pauli stieß und die mich nicht zur Ruhe kommen lassen wollten.
Erst da wurde mir bewußt, daß ich da nicht einfach aufhören konnte, alles liegen und stehen lassen, nein das geht nicht! Und so fiel mit Anfang des Jahres 2026 für mich die Entscheidung, daß ich diesen Weg weiterverfolge. Den Weg der „Alpenländischen Volkskultur“, mit unseren angestammten Bräuchen, den wunderbaren Volksliedern und der kaum erschöpflichen Literatur, die da in den vergangenen rund 200 Jahren entstanden ist. Und ich begann wieder zu recherchieren und nachzukramen, es ist ja wie eine Sucht, die mich da überkommen ist – ach ja, natürlich ist auch dieser Bereich vollkommen ehrenamtlich!
Aus dieser Tätigkeit beziehe ich kein Einkommen irgendwelcher Form und komme völlig privat für meine Ausgaben in dem Zusammenhang auf. Und das ist nicht wenig, wenn man da einmal zum Rechnen beginnen würde. „Würde“ sage ich bewußt, denn wenn es heißt „ich würde“, so hat man es nicht getan und außerdem steht das Wort „Würde“ für mich im Vordergrund. Die „Würde“, mich für die Volkskultur einzusetzen und würde ich das nicht machen, so würde wieder vieles verloren gehen.
Vielleicht ist mir gerade deshalb der Kiem Pauli so sehr ans Herz gewachsen, weil grad dieser Mensch hat einen sehr großen Beitrag geleistet, daß unsere alpenländische Volkskultur heute noch so echt erhalten ist!

Die Kommentare sind geschlossen.