Almsommer – das Singspiel

Als Singspiel wurde der „Almsommer“ von Hans Berger geschrieben und 2018 erstmals in München am Nockherberg von rund 75 Aktiven auf der Bühne dargeboten: Vom Montini-Chor, dem Müllner-Peter-Chor, den Audorfer Sängerinnen und den Schlieholzer Sängern mit Sepp Huagl aus Riedering. Als Grundlage für dieses volksmusikalische Singspiel diente dem bekannten Volksmusiker Berger eine Aufzeichnung vom Kiem-Pauli (Bild unten – © Bezirk Oberbayern – Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik – „Sammlung Edelmann“), Musikant und Volksliedsammler in Bayern, der offensichtlich auf das Werk „Almauf- und Abtrieb“, das Sepp Reisenbichler zugeordnet wird, gestoßen ist und es sprachlich etwas „verbayerischt“ hat.
Dieses Lied ist eines der wenigen, die heute noch im Salzkammergut immer wieder gespielt und gesungen werden, bekannt auch unter dem Titel „Ja, wannst an Fink hörst“.
Der Almsommer ist ein weltliches, alpenländisches Singspiel mit Melodien unter anderem von Hans Berger, das er zusammen mit seinem Montinichor, Dreigesängen, Instrumentalisten und Solisten bereits mehrfach mit größtem Erfolg in Rosenheim und Miesbach zur Aufführung gebracht hat. Eingebettet in das Gesamtwerk ist der „Almauf- und Abtrieb“ vom Bauerndichter Josef Reisenbichler aus Rehkogl-Goisern, wozu auch Darsteller mitwirken: So ein Sprecher, der Bauer, sowie die Bäuerin und Almerin. Der Almsommer erzählt und handelt vom Leben auf der Alm mit viel Musik und Gesang.

Rainer Nitzsche schrieb dazu in den Samerberger Nachrichten am 8. Juli 2018:
(Bildverwendungsrechte aus dem Bericht von Rainer Nitzsche mit freundlicher Genehmigung für die Verwendung auf dieser Webseite erteilt!)
Das Singspiel „Almsommer“ war schon etwas besonderes, das spürten die Zuhörer, denn es fand auf einer Alm statt, nämlich auf der Grafenherberg-Alm der Familie Berger.

Die Besucher des alpenländischen Singspiels „Almsommer“ von Hans Berger durften sich für dieses Musikerlebnis auf die Reise in Bergers schöne Heimat im Auerbachtal machen. Auf seiner Alm erzählte Hans Berger mit seinen Musikern in bildhaft, nahezu greifbar wirklichen Geschichten von den Bergen und Tälern, aus denen der Komponist und Musiker stammt. Sie sangen und musizierten vom Almauftrieb bis hin zum Almabtrieb, vom Leben fernab der Ställe im Tal.
In dieser überaus authentischen Umgebung – der rustikalen Almhütte liebevoll bis ins kleinste Detail aus alten Holz erbaut – verstand es Hans Berger eine Klangfülle entstehen zu lassen, wo aus jedem Takt die bayerische Seele hörbar, erlebbar, ja sogar einzuatmen war. So manche Besucher mögen sich während des Singsspiels auf der Grafenherberg-Alm gefragt haben: „Was muss der Herrgott für eine Freude gehabt haben, als er sah, was die Familie Berger hier auf der Alm geschaffen hat?“ Josef Berger hat die Hütte mit seinen Söhnen erbaut, Hans Berger und seine Musiker erfüllten den Ort mit alpenländischer Musik. „Wer bereits einen Almsommer erlebt hat, der hörte und sah, roch und fühlte die Sommerfrische wieder, wer noch nie einen Almsommer erleben durfte, der träumte davon in märchenhaften Ahnungen”, so wie Peter Rosegger einmal schrieb.
Der Almsommer ist ein alpenländisches Singspiel mit Melodien u. a. von Hans Berger, das er zusammen mit seinem kleinen Montinichor mit seinen Dreigesängen, Instrumentalisten und Solisten auf der Grafenherberg-Am zur Auffführung gebracht hat. Eingebettet in das Gesamtwerk ist der „Almauf- und Abtrieb“ des Bauerndichters Josef Reisenbichler aus Goisern (Oberösterreich) und Kiem-Pauli. Bauer, Bäuerin, Almerin und Erzähler lassen eine lebendige Alm entstehen.
Unter den Ehrengästen waren u.a. der international bekannte japanische Geiger Takaya Urakawa, Flugzeugbauer Conrado Dornier, der Pfarradministrator P. Hans-Georg Löffler ofm des Franziskaner Klosters St. Anna in München, Prof. Rudolf Ensing (Rektor der Europäischen Schule in München), der Pfarrer i.R. Hans Durner sowie der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner.
Die Besetzung: Bäuerin: Hannerl Astner, Almerin: Regina Sprinzing, Bauer: Sepp Staber (Huagl-Sepp), Sprecher: Sepp Redl, Frauen-Dreigesänge (gemischt – aus: Lainthaler- und Audorfer Sängerinnen, Almsommer- und Rosmarien-Dreigsang; Männer-Viergsang, Mitglieder des Montini-Chores.
ENSEMBLE: Hackbrett: Birgit Sporer, Gitarre: Evi Plomer, Harfe: Sissi Thaler, Klarinette: Christian Lang und Alois Plomer, Horn: Hans Glas und Bernd Reinold, Trompete: Josef Pirchmoser, Bass: Robert Bischoff. Ein besonderer Dank geht an Antonia Wutz für die organisatorische Mithilfe.

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