Kulturhauptstadt 2024

Volkskultur abgelehnt!

Ehrlich gesagt, viel Hoffnung hatte ich sowieso nicht, daß mein Projekt „Almsommer2024“ in den Veranstaltungsreigen im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024 einbezogen wird, eigentlich hoffte ich nach meiner Einreichung auf die Nichtaufnahme. Dies wurde auch vollends erfüllt und ich kann mein Projekt nach meiner Vorstellung durchziehen, brauch mich nicht kategorisieren und bevormunden lassen. „Wer zahlt, schafft an“ heißt es doch so schön und darum bin ich froh über die Ablehnung, denn für vielleicht ein paar hundert Euro meine Linie zu verlassen, nein – das ist unvorstellbar. Da mach ich lieber klein weiter und verfolge mein Projekt ohne Zeitdruck, ohne „Vormundschaft“ und ohne mich in eine zweifelhafte Struktur hineinzwängen zu lassen.

Was mich aber an dem ganzen Gehabe stört, und das ist der entscheidende Punkt, ist, daß die Volkskultur im Zuge der Kulturhauptstadt 2024 komplett verachtet wird. Man kann reden mit wem man aus dem salzkammergut-lokalen Volkskulturbereich will, alle stellen auf meinen Hinweis der Projektablehnung mit einem verschmitzten Lächeln fest: „wer nicht?“ – Leute das ist ein Trauerspiel! Das Salzkammergut ohne Volkskultur ist nicht vorstellbar! Und Argumente der großteils „Nicht-Salzkammergütler“ unter den Verantwortlichen der „Kulturhauptstadt 2024“ sind himmelschreiend und reichen von „läßt sich nicht kategorisieren!“ bis „zu regional!„.

Gut Leute, machts Kulturhauptstadt 2024 wie ihr wollt, ich werde KEINE der zur Auswahl stehende Aktion unterstützen oder besuchen, sondern vielmehr meine Richtung der Volkskulturpflege fortsetzen und gleichfalls Abgelehnte bei meinen Aktivitäten bevorzugen. Man hat Ähnliches ja bereits vor einigen Jahren nahezu identisch erlebt, als die Landesaustellung lief und viele der heimischen Akteure „nicht einmal ignoriert“ wurden. Dennoch wünsche ich dem Unternehmen „Kulturhauptstadt 2024“ viel Erfolg, immerhin ist da ja auch mein Steuergeld drin und bin überzeugt davon, daß sich ein paar Akteure, die vielleicht nicht einmal wissen, wie man „Salzkammergut“ schreibt, ins Rampenlicht stellen werden und dafür vielleicht auch noch satte Honorare einheimsen.

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