Das Ausseerland – das Steirische Salzkammergut
Unter welchem Begriff, Ausseerland oder Steirisches Salzkammergut diese Region bekannter ist, läßt sich schwer sagen. Gewiß ist, daß dieser nördlichste Teil der Steiermark seit jeher eng mit der Nachbarregion, dem Salzkammergut um Bad Ischl durch die Salzgewinnung verbunden war und ist. Davon zeugen auch viele gemeinsame Bräuche, die Art der Volksmusik und auch das Gemüt der Einheimischen zwischen Bad Goisern und Gmunden entlang der Traun.
Als Hauptort des Ausseerlandes gilt Bad Aussee, die größte Ansiedlung der Region und Sitz vieler Ämter und Institutionen. Für die Volkskultur prägsam ist das Kammerhof-Museum mit vielen sehenswerten Ausstellungsstücken und auch noch versteckten Raritäten der volkskulturellen Vergangenheit. Bad Aussee liegt an der Bahnstrecke zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning, alle Züge halten hier.
Von Bad Aussee führt eine Straße nach Altaussee, ein Markt der direkt am Altausseersee liegt. Der markante Berg mit seiner markant eckigen Spitze ist der Loser, ein Berg, der Sommer wie Winter ein begehrtes Ziel für Wanderer, Ausflügler, Schifahrer und Bergsteiger ist. Erreichbar ist der Loser problemlos mit der Seilbahn, die vom Ortsrand auf den Berg führt. Aber auch nach Grundlsee, ebenso direkt am gleichnamigen See gelegen, führt die Straße von Bad Aussee aus. Der Ort Grundlsee ist die erste Ansiedlung wenn man hier ankommt und liegt am westlichen Spitz des Sees, Gößl hingegen bildet den eigentlichen Talabschluß im Osten. Konrad Mautner hielt sich hier oft und lange auf und schuf etliche Sammlungen im Bereich der Volkskultur. Sein bekanntestes Werk ist das Steyerische Raspelwerk, das im Jahr 1910 in mühsamer Kleinarbeit geschaffen wurde. Originale dieses Werkes sind kaum zu bekommen, und wenn, dann hat es seinen Preis. Es wurden einst nur 400 Stück, fein säuberlich nummeriert, aufgelegt.