Projekt Almsommer

Almsommer2024 – das Projekt – so heißt das im März 2021 ins Leben gerufene Projekt, mit dem ich Sepp Reisenbichler und dessen Werke, Lieder und Dichtungen, wieder beleben möchte, diesen großen Volksmusikanten aus Goisern (heute: Bad Goisern) zu huldigen und versuchen, dieses Kulturgut möglichst ursprünglich am Leben zu erhalten. Übrigens, im Bild links ist die Original-Gitarre von Sepp Reisenbichler zu sehen. Sie ist im Besitz der direkten Nachkommen und ist leider nicht mehr spielfähig.

Projektbetreiber:
Werner Miklautsch, Jhg. 1955, in Pension, geborener Steirer, 2007 ins Salzkammergut zugewandert, wohnhaft in Gmunden, verheiratet, 3 erwachsene Kinder, seit 2018 freiberuflicher Radiomoderator beim Freien Radio Salzkammergut mit der Sendung Ums Eck umi g’schaut und bei Reinhard Pirnbachers Museumsradio mit Volksmusikalitäten. Zudem begeisterter Hobby-Krippenbauer und Figurenschnitzer mit eigener Krippenwerkstatt in Altmünster.

Wie kam es zu diesem Projekt?
Für eine meiner Sendungen suchte ich nach einem passenden Musikstück für einen bestimmten Sendungsabschnitt und konnte einfach nichts finden, das wirklich paßte und noch nie in einer meiner Sendungen gespielt wurde. Ich fand in meiner Auswahl von rund 7.000 Musikstücken nichts. Ein Anruf bei meinem lieben, guten, alten Freund Leo in München schien mir die letzte Möglichkeit, der ist genau so heimatverbunden wie ich und nebenbei Hobby-Tontechniker. Und wirklich wahr, der hatte die Lösung und schickte mir gleich 4 CDs, die er von einem Ensemble Hans Berger hatte. Darunter auch das Stück „Almauf- und Abtrieb“ – und genau das war das Stück, das punktgenau für meinen bestimmten Zweck paßte.
Für mich klar, daß ich mit dem Hans Berger Kontakt aufnahm und ihm um sein Einverständnis bat, dieses Stück in meine Sendung zu nehmen. Hans Berger überlegte nicht lange und brachte vielmehr eine Querverbindung dieses Liedes zum Salzkammergut ins Gespräch. „Das Stück kommt ohnehin aus dem Salzkammergut, dort gab es einen Liederschreiber Josef oder Sepp Reisenbichler aus der Gegend Bad Goisern“, meinte er nur schlicht und ergänzte, daß er selber so gut wie leider nichts von Reisenbichler wisse. Das Wort leider löste in mir aus, daß Hans Berger mehr über diesen Menschen erfahren wolle aber nirgends wo was finden konnte. Sofort begann ich den Namen Reisenbichler in Suchmaschinen einzugeben und kam genau auf keine zielführenden Ergebnisse. Erst mit zunehmender Intensivität kam ich auf ein paar sehr wenige Details.
Gut, wenn man Freunde hat, und so fragte ich bei meinem mittlerweile zu einem guten Freund gewordenen Dörrhüttl-Roaser in Bad Goisern an, der mich wenige Tage später bereits besuchte und einiges an Unterlagen mitbrachte. Es war so was wie eine Goldgräberstimmung in mir ausgebrochen.
Nach der Grund-Ausarbeitung dieser Unterlagen kamen mir mehrere Namen unter, die mit Reisenbichler in Zusammenhang zu bringen waren und ich telefonierte rund herum mit mehr oder minderen Erfolg. Vielversprechend war auch die Adresse vom Heimatverein Bad Goisern und so traf ich mich wenige Tage danach mit dem ehemaligen Kustos Josef Mayer, der mir gleich eine ganze Mappe mit gesammelten Zeitungsausschnitten und Abschriften vertrauensvoll übergab. Und es waren wieder einige interessante Adress-Hinweise dabei, denen ich nachgab. Mittlerweile bin ich schon fast jede Woche einmal in Bad Goisern auf Vor-Ort-Recherche und das Projekt nimmt Formen an.

Projekt-Höhepunkt
Nachdem ich Hans Berger vom Stand meiner Recherchen informierte, war dieser höchst erfreut und nicht wenig erstaunt, was es mittlerweile von Sepp Reisenbichler an Informationen gibt. Meine dezent vorgebrachte Wunschvorstellung, den Almsommer irgendwann einmal ins Salzkammergut zu bringen beantwortete der exzellente Vollblutmusiker Berger widerums so verblüffend spontan, daß es mir regelrecht die Rede verschlug: „Klar, da machen wir was und es wir eh schon höchste Zeit, in der Almsommer-Heimat das Stück aufzuführen!“ Und das war überzeugend, so überzeugend, daß ich umgehend das „Projekt Almsommer2024“ ausrief und weitere Schritte unternahm.
Mit entsprechender Vorlaufzeit sehe ich mich imstande, das Projekt innerhalb von 2-3 Jahren in die Tat umzusetzen und so ergibt sich eben das Jahr 2024, in dem dazu auch noch der 110. Todestag von Sepp Reisenbichler fällt. Und das genau auf Freitag, 17. Mai 2024. Und da wird der Projekt-Höhepunkt stattfinden. Davon aber etwas später…

Kommentare sind geschlossen.